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Wie schmerzhaft ist eine Geburt?

Bücher über die Geburt bei Edelight

Kaum eine Frau kann sich davon frei sprechen-davon, dass sie Angst vor der Geburt hat. Vor allem Erstgebärende berichten immer wieder über ihre Angst vor den Schmerzen während der Geburt. Da ist eine große Unbekannte X für den Schmerz. Werde ich diese Schmerzen aushalten? Wie stark werden sie sein? Was ist an all den Horrorgeschichten dran, die ich von Freunden, Verwandten und Bekannten höre? Was ist, wenn es Komplikationen gibt? Wer hilft mir?

Machen wir uns nichts vor, es ist ein enormer körperlicher Kraftakt, ein Kind zu gebären und der Schmerz zeigt der Frau den Weg dafür. Der Schmerz ist ein guter Indikator für das Voranschreiten der Geburt und er zeigt auch an, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Eine gute Hebamme kann aus dem Schmerzerleben der Frau den Geburtsverlauf gut einschätzen. Wir lernen, Schmerzen sind nicht unbedingt schlecht. Die Frage bleibt aber, wie komme ich damit zurecht und kann ich sie sogar ganz ausschalten? So meint so manche Frau, dass ein Kaiserschnitt die Lösung ist. Da schwört die nächste auf homöopathische Mittelchen, wieder die nächste verläßt sich ganz auf ihren Körper und viele Frauen würden ohne PDA sich selbst einfach nur im Weg stehen.

Schmerzen sind vor allem individuell-Frauen, die meinen, sie wären sehr schmerzempfindlich, können traumhafte Geburten hinlegen-entspannt und erträglich. Wogegen Frauen, die sich für sehr taff halten und die Notwendigkeit der Schmerzen verinnerlicht haben, unter der Geburt eine unangenehme Überraschung erleben. Sie werden so von der Heftigkeit der Schmerzen überrascht, dass es selbst der Hebamme nicht gelingt, der Frau einen guten Weg zu zeigen, mit den Schmerzen klar zu kommen. Es kann zu Panikanfällen und absolutem Stillstand bei der Geburt kommen, was wiederum für das Ungeborene gefährlich werden kann.

Ich persönlich habe meine drei Geburten sehr unterschiedlich erlebt, alle drei ohne PDA. Die einfachste Geburt und die erträglichste war die dritte. Mein Körper war wie vorprogrammiert, kein weißer Fleck auf meiner Geburtsverlauflandkarte, ich wußte innerlich stets, wie es weiter geht und auch dass die Geburt schnell geht. Bei meiner zweiten Tochter hatte ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Schmerzen waren unerträglich, keine Wehenpause-ich wurde in der knapp zweistündigen Geburt förmlich überrannt von schier unglaublichen Schmerzen. Auch nach der Geburt erlebte ich mich traumatisiert, konnte tagelang nicht abschalten, brach bei dem Gedanken an die Geburt in Tränen aus. Meine erste Geburt dagegen war die längste und dadurch kraftraubendste, aber durch das erste mal gebären die Schönste.

Also auch ich bin keineswegs Profi, aber durch meine Erfahrungen kann ich sagen: Eine Frau hat unwahrscheinlich viel Kraft und es gibt wirklich nur eine kleine Handvoll Frauen, die eine Geburt nur mit Hilfe von schmerzstillenden Mitteln erleben müssen. Allen anderen kann ich nur raten, eine gute Vorsorge zu durchlaufen, über Ängste mit einer guten Hebamme oder Arzt zu sprechen und bei den Horrorgeschichten die Ohren grundsätzlich auf Durchzug zu schalten. In den nächsten Artikeln beschäftige ich mich mit einigen Möglichkeiten, den Geburtsschmerz zu bewältigen.

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4 Kommentare

  1. Denise sagte am 12. April 2010 um 08:44

    Oh Kaddi, das klingt ja nicht gerade einladend. Ich bin eine totale Memme und ich glaub ich werde den Arzt schon beim ersten Ziehen anbetteln mir eine PDA zu verpassen, am Besten gleich eine Vollnarkose :-O.

    Ich bin ehrlich, der Gedanke an die Geburt selbst lässt meinen Kinderwunsch gaaaanz weit nach hinten rücken.

  2. Kaddi sagte am 12. April 2010 um 09:42

    Hallo Denise, wenn ich einen ganz gehässigen Tag habe, dann liebe ich es, anderen Angst zu machen. Aber da ich grundsätzlich eine ganz liebe bin, sag ich mal, was leider im Text nicht so ganz raus kommt: der Moment, wenn das Baby da ist, dieser erste Schrei, der erste Anblick-dieser Moment ist das alles wert. Bei meiner ersten Tochter hat sich für mich wirklich alles geändert-ich wußte, warum ich auf der Welt bin. Da stehen mir jetzt sogar die Tränen in den Augen. Ehrlich, dass ich das vermutlich nie wieder erlebe, macht mich traurig. Für so einen tollen Moment würde ich das gern noch mal durchstehen. Kann ich nicht anders beschreiben.

    Aber um mal wieder sachlich zu werden, keine Frau muss unbedingt Schmerzen aushalten, um diesen Moment zu erleben. Dafür sind wir in der Medizin ja so weit fortgeschritten und ein paar Möglichkeiten werde ich noch beschreiben. LG Kaddi

  3. Den Schmerz während der Geburt ausschalten-Die PDA sagte am 14. April 2010 um 13:59

    [...] möchte ich etwas näher auf eine Möglichkeit der Schmerzbewältigung während der Geburt durch eine PDA (Periduralanästhesie) eingehen. Keine Frau muss heute eine [...]

  4. Hypnobirthing-der sanfte Weg durch die Geburt sagte am 30. April 2010 um 18:07

    [...] besser arbeitet der Körper. Man arbeitet dann mit ihm und nicht gegen ihn. Jegliches Sperren oder Angst vor Schmerzen, ist völlig kontraproduktiv und hat genau den unerwünschten Effekt: Schmerzen. Hypnobirthing ist [...]

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