Autoren gesucht!
Alles rund um Baby

Was ist eine Helikopter-Mutter?

Helikopter Metallic schwarz-silber

Ab und zu stolpere ich in Foren und Baby-Magazinen über den Begriff  Helikopter-Mutter und möchte natürlich wissen, wer oder was das ist. Bin ich gar selbst so eine Helikopter-Mutter? Bei meinen Recherchen treffe ich auch auf den Begriff “Paranoid Paranting” und das bringt mich der Sache auch schon näher. So ganz kann ich mich davon nicht freisprechen und gelte hin und wieder als gluckenhaft.

Eine Helikopter-Mutter (auch Helikopter-Eltern) kreist demnach wie ein Helikopter über dem Kind (um das Kind herum), lässt es keinen Schritt allein machen, kontrolliert es ständig. Die Kinder wachsen also überbehütet auf. Der Begriff wurde in den 90er Jahren von US-amerikanischen Soziologen geprägt.

Dabei liest man nicht nur von überängstlichen und hinter jedem Busch eine Gefahr witternden Müttern, sondern auch von mittlerweile merkwürdig anmutenden Verhaltensweisen von Eltern bis hin ins Erwachsenenalter der Kinder. Da werden Kinder - oh Pardon - Jugendliche von den Eltern zu Bewerbungsgesprächen begleitet, sitzen neben ihren Kindern während der Bewerbung. Oder Eltern begleiten ihre Kinder zum Semesterbeginn zur Universität und nehmen selbstredend die komplette Anmeldung und Organisation in die Hand.
Ich habe das Gefühl, das ist ein weites Feld und der Begriff pauschalisiert doch sehr, sollte in meinen Augen etwas differenzierter angewendet werden. Auch ich erlebe mich oft überängstlich je jünger meine Töchter sind. Viele Ängste trage ich allerdings nicht nach außen, denn das würde tatsächlich das Selbständigwerden der Kinder behindern. Kinder sollen sich ausprobieren, auch mal ein Risiko eingehen. So fährt meine Mittelste mittlerweile mit dem Bus zur Schule und findet das fantastisch. Sie ist sieben Jahre alt. Meine Große ist schon ab der ersten Klasse allein frühs aufgestanden und hat sich für die Schule fertig gemacht. Das kommt auch immer aufs Kind an. Bis zu einem bestimmten Alter genießen es mit Sicherheit die meisten Kinder noch betüddelt zu werden.

Befremdlich finde ich die Eltern allerdings auch, die ihren Kindern sämtliche Wege abnehmen, auch die Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. Wie kann ein Kind dann Erfolgserlebnisse nach eigener, erbrachter Leistung haben? Bei manchen Eltern habe ich das Gefühl, sie würden sich am liebsten auch in der Schule neben die Kinder setzen und deren Arbeiten und Tests schreiben. Auch ich kenne solche Mütter. Der Grad zwischen absolutem Lebensmittelpunkt Kind und normalem Begleiten des Kindes durchs Leben ist schmal. Was haltet Ihr von Überbehütung und totaler Überengagiertheit und kennt Ihr solche Mütter?

Stichworte:

, , ,
« Und wann kommt das nächste Kind?
Mariah Carey und der Vorwurf des Alk... »

Kommentar abgeben