Schwangerschaft-der zehnte Monat
Der zehnte Monat der Schwangerschaft ist endlich da und der Endspurt verlangt der schwangeren Frau noch einmal alles ab. Mein Lieblingsspruch war immer: Bis hierhin ist Spaß! Man fühlt sich im Allgemeinen plump und unförmig, der watschelnde Gang tut sein übriges. Wie gut, daß es tolle Mode gibt, um auch die letzten Woche in Würde zu überstehen.
Selbstverständlich erlebt jede Frau die letzten Wochen der Schwangerschaft unterschiedlich. Es gibt Frauen, die sehen bis zum Schluß wunderschön und gesund aus und es gibt auch Frauen, denen die Schwangerschaft sehr zusetzt: gewichtsmässig und auch gesundheitlich. Doch laßt Euch sagen, es geht vorbei-nur noch vier Wochen und es ist geschafft!
Die Frau nimmt während der Schwangerschaft ca 10-15 Kilo zu. Wie sich das Gewicht aufteilt, findet man hier sehr schön erklärt. In den letzten Wochen stagniert die Gewichtszunahme. Der Körper beginnt sich auf die Geburt vorzubereiten. Auch das Baby schließt die endgültige Reifung seiner inneren Organe, vor allem der Lungen, ab. Es liegt im günstigsten Fall bereits in Schädellage, das heißt mit dem Kopf nach unten und längs der vertikalen Achse der Mutter. Weniger günstig wäre die Quer- und die Beckenendlage.
Ungefähr vier Wochen vor der Geburt senkt sich das Baby in das Becken-dies geschieht durch die sogenannten Senkwehen und diese können schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die eigentliche Geburt geben und sogar einen Fehlalarm auslösen. Der Druck auf die inneren Organe wird weniger und man kann in der Regel besser atmen, allerdings führt der verlagerte Schwerpunkt des Körpers zu einer noch größeren Belastung des Rückens. Oft machen Außenstehende die Frauen darauf aufmerksam, dass der Bauch sehr tief wäre. Es bemerken nämlich nicht alle Schwangeren die Senkung.
Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr Gedanken macht sich die Frau. Viele Frauen haben Angst und können sich nicht vorstellen, die Geburt durchzustehen. Ich kann nur raten, das Gespräch mit der Hebamme oder dem begleitenden Frauenarzt zu suchen. Man sollte sich durch Geschichten von Freunden und Bekannten einfach nicht verrückt machen lassen. Manche haben wahre Horrorszenarien erlebt und schüren so die Angst vor der Geburt. Frauen sollten sich ihrer Fähigkeit zu gebären wieder mehr bewußt werden. Desweiteren gibt es mittlerweile so viele Möglichkeiten, den Geburtsschmerz zu mildern, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist.
Zum errechneten Geburtstermin kommen übrigens nur 4% der Kinder zur Welt. Die Geburt kann auch zwei Wochen vor bzw. nach dem Termin stattfinden. Egal, ob eine Geburt im Krankenhaus, zu Hause oder in einem Geburtshaus geplant ist, der heiße Draht zur Hebamme ist am Geburtstermin Gold wert.
Echte Wehen erkennt man an der Länge, an der Intensität und auch an der Regelmäßigkeit. In warmen Wasser bleiben sie bestehen, bei Fehlalarm hören sie auf. Eile ist ebenfalls geboten, wenn Fruchtwasser im Schwall abgeht oder Blutungen einsetzen. Im Zweifel sollte grundsätzlich ein Krankenwagen gerufen werden oder die nächste Rettungsstelle liegend aufgesucht werden.
Die Schwangerschaft endet mit der Geburt am Ende des 10. Monats.






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