Pampers-die Geschichte der Wegwerfwindel
Der Name Pampers kommt aus dem Englischen to pamper, was auf Deutsch soviel wie verwöhnen oder verhätscheln heißt. Und genau das macht die Pampers, sie verwöhnt den Baby-Popo. Und durch den Aspekt des Wegwerfens nach Gebrauch, verwöhnt die Pampers letztendlich auch die Eltern. Interessanterweise steigerte sich der Umsatz nach dem Einführen der Pampers erst, als nicht mehr der Aspekt der Erleichterung durch die Handhabung hervorgehoben wurde, sondern dass das Baby damit glücklich und zufrieden ist.
1961 war DAS Jahr für die kollektive Befreiung vom Windelkochen und versauten Sitzmöbeln. Victor Mills, ein amerikanischer Chemieingenieur und damaliger Mitarbeiter von Procter&Gamble in den USA hatte die entscheidende Idee in den 50er Jahren entwickelt und revolutionierte mit seiner Einmalwindel aus Papier die Kinderpflege. Wobei diverse Quellen davon berichten, dass Mills das Patent der Amerikanerin Marion Donovan gekauft hatte. Diese hatte nach dem Patent für den Boater (einer Windelhose, durch die die Babys keinen Ausschlag mehr bekamen) an der ersten Wegwerfwindel gearbeitet und wurde auf der Suche nach einem Abnehmer für ihre Idee stets nur belächelt.
Victor Mills brachte also 1961 die erste Pampers auf den Markt. Diese hatte damals noch eine schlichte rechteckige Form und wurde von Sicherheitsnadeln zusammengehalten. Elastische Bauch- und Beinbündchen und Klebetapes kamen erst viel später dazu. Und obwohl mittlerweile viele Firmen Windeln vertreiben, heißen Windeln noch heute Pampers, so wie Taschentücher Tempos genannt werden.
Hier sind die Vorteile der Wegwerfwindel:
- Ende des Abkochens und Waschens der benutzten Stoffwindeln
- das Anlegen der Windeln ist viel leichter
- nach dem Wickeln können die Hinterlassenschaften der Babys direkt geruchlos entsorgt werden
- Unterstützung einer kindgerechten Sauberkeitserziehung
- die Babys werden nicht mehr so schnell wund
- Wegwerfwindeln sind einfach hygienischer
In Deutschland wurde die Pampers im Herbst 1973 eingeführt und eroberte die Herzen der Deutschen im Sturm. Der Aspekt der Umweltbelastung ist seit der Markteinführung nicht von der Hand zu weisen. Man stelle sich die Unmengen von Müllbergen vor, die jährlich durch Wegwerfwindeln allein in Deutschland produziert werden. Einen interessanten und aufschlußreichen Vergleich zwischen Stoff- und Wegwerfwindeln findet Ihr hier.
Aus der unförmigen gut gemeinten ersten Wegwerfwindel ist heute ein hochwertiges und aus der Babypflege nicht mehr wegzudenkendes Produkt geworden. Pampers hat ein ausgefeiltes für alle Altersstufen entwickeltes Sortiment, welches Feuchttücher und Windeln umfaßt.






5 Kommentare
[...] trotz augenscheinlicher guter Qualität unermüdlich weiter an der Super-Windel. Unter allen Wegwerfwindel-Benutzern bin ich bekennender Pampers-Fan, da diese Windel mich so gut wie nie im Stich gelassen [...]
[...] ich mich jetzt ausgiebig mit der Pampers und der Geschichte der Wegwerfwindel beschäftigt habe, hat mich eine Freundin (danke liebe Birgit) auf etwas sehr interessantes [...]
[...] Reinigungstüchern erfunden. Was sich erst mal total gaga anhört und mir gewisse Assoziationen von Babywindeln mit integrierter Anbauwand aufdrängt, ist bei den aufgeführten Überlegungen, wie es denn zu der [...]
[...] frag ich mich natürlich, was war vor dem Jahr 1961, bevor die Wegwerfwindel erfunden wurde? Was ist mit meiner Generation, die nach dem Tragen der Stoffwindeln im Alter von [...]
[...] weil das Alter der fröhlichen DDR-Ersttoilettengänger den Durchschnitt der heutigen Nach-der-Windel-ist-vor-der-Windel-Generation (ich las etwas von fünf Jahren) erheblich drücken. Die Kinder waren [...]
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