Autoren gesucht!
Alles rund um Baby

Kur vorbei, rein ins Alltagseinerlei

Wege in die Entspannung-Audio CD empfohlen auf Edelight

Unglaublich, wie schnell drei Wochen vergehen können-drei Wochen Mutter-Kind-Kur in Plön mit allen Höhen und Tiefen. Ja, es gab Tage, da wäre ich am liebsten nach Hause gefahren und negative Ereignisse haben mir so den Blick auf das Wesentliche verstellt, dass teilweise kein objektives Denken möglich war. Mit einem furchtbaren Schicksalsschlag einer Mitpatientin fing es an-ein großer Schatten war auf die doch so dringend herbeigesehnte Mutter-Kind-Kur gefallen. Es ging dann leider mit der Feststellung weiter, dass man dem Ansturm der ganz Kleinen im Kindertreff personell nicht gewachsen war. Meine Lütte spazierte unbehelligt außerhalb des Kindertreffs herum und wurde zum Glück eingesammelt-allerdings nicht von den zuständigen Mitarbeitern. Meine Tochter ist zwei Jahre alt, wie kann so etwas passieren?

Leider war danach die Entspannung nicht mehr halb so schön. Doch ich möchte betonen, dass mir und auch den anderen Frauen schon das Gefühl vermittelt wurde, ernst genommen zu werden. Kritik wurde angenommen und wenn möglich umgesetzt. So möchte ich dann doch eher auf die positiven Ergebnisse der Kur zu sprechen kommen. Spezielle individuelle Angebote wie Stressbewältigung in Form von kleinen Workshops oder autogenem Training waren nach anfänglicher Skepsis von mir sehr gute Augenöffner. Eingefahrene Verhaltensweisen, Denkmuster wurden benannt und aufgedeckt und es gab Lösungsvorschläge. Den Spiegel vorgehalten zu bekommen, ist nicht immer angenehm, war aber hilfreich. 

Vorträge zum gesunden Rücken oder zum gesunden Kind waren sehr interessant und ich hätte mich über noch mehr Infos und Gesprächsrunden dazu gefreut. Aber mehr spuckt wohl das Budget der Krankenkasse nicht aus. Doch ich will nicht undankbar sein. Allein die vier verordneten Massagen waren ein Highlight, wenn auch dürftig in der Anzahl. Ganz fantastisch fand ich den Reha-Sport, hatte ich doch im letzten Winter die Lust an meinem Fitnesscenter verloren. Jetzt bin ich wieder neu motiviert und habe gute Vorsätze, was meine körperliche Fitness angeht. Meine körperliche Fitness wird sich riesig freuen!

Was das organisatorische betrifft, bin ich durchaus zufrieden-die Möglichkeit zu waschen, war eine große Erleichterung. Viele haben aus Verzweiflung über die 2 Euro Kosten pro Waschgang allerdings die Wäsche nicht mehr sortiert-alles rein und das bei hygienischen 60 Grad. Das ging meistens gut.
Sehr zufrieden war ich mit dem Essen, so bequem täglich Salat zu essen, ist nicht jedem gegeben-allerdings könnte die Küche mal an ihren Dressings arbeiten. Meine Kids mäkelten auf jeden Fall ungehemmt am Essen rum, was sehr ansteckend war-auch einige andere Kinder waren da sehr unbegeistert-zu viele gesunde Sachen waren einfach ein Schock.

Heute ist Sonntag-ich bin schon wieder zwei Tage zu Hause und der Alltag hat mich direkt eingeholt-Wäsche, unaufgearbeitete Post, der Haushalt, Mailanfragen usw. Wann darf ich wieder zur Kur?
Trotzdem danke ich für diese eindrucksvolle Erfahrung, für die sinnvollen und auch die sinnfreien Gespräche. Wann habe ich in letzter Zeit soviel gelacht. Danke liebe Kurmädels, ich werde Euch vermissen! Ich drücke Euch, so doll wie ich Euch gern hatte.

Stichworte:

, ,
« Hindernisparcours Schnullerabgewöhn...
Bloggerparade zum Start des Edelight... »

2 Kommentare

  1. Kuren für Kinder: Vorsorge und Rehabilitation | RSS Verzeichnis sagte am 16. November 2010 um 06:13

    [...] http://baby.edelight.de/b/kur-vorbei-rein-ins-alltagseinerlei/ Meine Kids mäkelten auf jeden Fall ungehemmt am Essen rum, was sehr ansteckend war-auch einige andere Kinder waren da sehr unbegeistert-zu viele gesunde Sachen waren einfach ein Schock. Heute ist Sonntag-ich bin schon wieder zwei Tage … [...]

  2. Die Geschichte der Familie S. sagte am 29. Dezember 2010 um 23:17

    [...] lebt und die das Schicksal schwer getroffen hat. Kennengelernt habe ich Familie S. während meiner Mutter-Kind-Kur. Nach ein paar Tagen gab es große Aufregung am Morgen. Feuerwehr und Krankenwagen standen auf dem [...]

Kommentar abgeben