Haushalt, Job und Kinder - schaff’ ich mit links! 5 Tipps aus dem Chaos
Also so zwei bis drei Mal im Monat habe ich ein leichtes Gefühl der Zufriedenheit und des gelebten Perfektionismus. Kinder sind gewaschen, ordentlich angezogen, Mann und Frau strahlen zufrieden in den gut gepflegten Garten und genießen das aufgeräumte Haus. Fünf Minuten! Dann räumt Kind klein garantiert die 200 mühsam zusammengesammelten Wackelkopftierchen aus und verteilt sie auf fünf Räume mit dazugehörigen Plastewohnhäuschen, Accessoires und allerhand Puppen- und Plüschtierfreunden. Kind zwei lümmelt die frisch aufgereihten Couchkissen nieder und der Teenie prüft den Kühlschrankinhalt mit anschließender Sandwich-Orgie. Kreisch! Tja Familienidylle kann man schlecht einfrieren, die muss man immer wieder frisch machen.
Und wenn das Haus gerade mal wieder völlig auf den Kopf gestellt ist, klingelt garantiert unangemeldeter Besuch. Da hilft nur das Vortäuschen einer hoch ansteckenden Infektionskrankheit oder das Sonst-sieht-es-hier-nicht-so-aus-Lächeln. Die Entscheidung zwischen Musterhaushalt und Familienzeit fällt nicht immer leicht. Denn um Familie genießen zu können, bedarf es zumindest einer gewissen Grundordnung. Doch woher soll man sich auch noch dafür die Zeit nach stressigem Job und zu erledigenden Terminen wie Arztbesuche, Behördengänge etc. nehmen. Mal abgesehen von den Fahrdiensten für Schule, Hobbys und Sportgemeinschaften der Kinder. Frau oder gern auch der Mann bleiben hin und wieder auf der Strecke. Doch wie kann ich das verhindern?
Tipp 1: Schraube Deine Ansprüche herunter! Ein krümelfreier Boden ist mit Kleinkindern fast nicht möglich. Kleinkinder krümeln irgendwie sogar ohne Essen. Der Spüler ist noch nicht ausgeräumt? Na und. Das Haar sitzt nicht und die Wäsche muß sortiert werden? Egal, der perfekte Moment wird schon noch kommen, um schnell ein paar Handgriffe zu machen.
Tipp 2: Man muss nicht jeden Tag frisch kochen, es geht auch mal ohne lange Vorbereitung: einfach vorkochen und einfrieren. Und wenn es gar nicht anders geht, einfach mal bei den lieben Eltern vorbeisehen oder eine Pizza bestellen.
Tipp 3: Kleine Ziele setzen, auch Etappensiege sind nicht zu verachten, also darf es gern auch mal nur das Putzen des Bades statt des ganzen Hauses oder der ganzen Wohnung sein.
Tipp 4: Hilfe holen! Bevor man völlig im Chaos versinkt, sollte man einfach mal eine Freundin anrufen und um Hilfe bitten. Wer das Geld hat, kann sich auch einmal pro Woche eine Putzhilfe leisten. Daran ist nichts Verwerfliches, alles was glücklich macht und auch noch Arbeitsplätze schafft, ist erlaubt.
Tipp 5: Selbst die Kleinsten kann man schon zur Hilfe heranziehen. Vor allem geht es um Chaosvermeidung. Statt stetig nur das Chaos beseitigen, sollte man bereits den Anfängen wehren.
Es gibt unzählige Ratgeber und Interntseiten wie simplify. Das Ordnunghalten nach dem Prinzip der Vereinfachung und Minimalisierung wird immer beliebter. Der Perfektionsanspruch ist leider in unserer Gesellschaft tief verwurzelt und jede Abweichung von Idealvorstellungen macht so manchen Menschen nervös. Sich davon zu lösen, kann ebenfalls ein erster Schritt sein, um Priorität auf wirklich wichtige Dinge im Leben setzen zu können.






1 Kommentar
[...] mich gerade von einem netten Artikel inspirieren lassen. Es geht mal wieder um die Tatsache, wie es in der heutigen viel zu stressigen [...]
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