Ein Baby mit über 40 Jahren?
Ob Halle Berry, Nicole Kidman oder Caroline Beil-sie alle haben spät, das heißt weit jenseits der magischen 35 Jahre, ihre ersten Kinder bekommen. Jette Joop fühlt sich sogar besser denn je und denkt gar nicht daran, kürzer zu treten und womöglich mit dem Arbeiten aufzuhören.
Es sieht aus wie ein grosses Ätsch Bätsch: auch wir Frauen können noch lange Kinder bekommen und ringen damit den Männern langsam den Rang der späten Elternschaft zwar nicht ab, aber verringern kontinuierlich den Abstand. So soll die älteste Mutter der Welt eine 70jährige indische Bäuerin sein und der älteste frischgebackene Papa ebenfalls ein 90jähriger Inder.
Es ist schon etwas gruselig und ich bin hin- und hergerissen, ob dieser Trend der späten Mutterschaft zu unterstützen ist. Letzten Endes bin ich auch spät noch einmal Mama geworden. Während für mich die Familienplanung endgültig abgeschlossen ist, fängt sie bei anderen erst an. Nein-das möchte ich mir wirklich nicht vorstellen. Das Alter macht sich auf jeden Fall bemerkbar, selbst wenn die Schwangerschaft ein einziges Fest der Sinne war und zu keiner Zeit gesundheitliche Bedenken auftraten und sogar gesunde Kinder geboren werden, geht es langsam streng auf die 50 zu. Machen wir uns doch nichts vor, das Risiko selbst krank zu werden bzw. kranke Kinder zu gebären, ist statistisch gesehen viel höher als bei jüngeren Frauen.
Es scheint, als habe sich die Emanzipation die späte Mutterschaft regelrecht ertrotzt. Dabei ist das Verständnis in der Gesellschaft noch immer durchwachsen. Die Frage, ob es ein Unfall war und warum ich nicht über eine Abtreibung nachgedacht hätte in meinem Alter, flog mir unsensibel des öfteren in meiner letzten Schwangerschaft um die Ohren. Auch die verhaltenen Glückwünsche beim Arzt mit dem dezenten Aufmerksammachen auf die Risiken für Mütter über 35 Jahre, waren nicht gerade das, was man als glückliche werdende Mama hören möchte.
Was also läßt die Frauen trotz aller Risiken und dem gesellschaftlichen Gegenwind so spät eine Schwangerschaft planen? Weil sie es jetzt können, genug Geld, Erfahrung und Reife haben? Tickt die biologische Uhr einfach zu laut, um über das Ticken hinwegzuhören? Ist es blanker Egoismus? Oder einfach nur Dummheit?
Vielleicht ist es der richtige Mann, der richtige Zeitpunkt, die letzte Chance oder auch sehr viel Verantwortungsbewußtsein? Erfolgreiche Frauen wie Madonna nutzen ihren Erfolg und ihr Geld, um Kinder jenseits der Menopause groß zu ziehen. Und die Unterschiede sind kaum noch auszumachen. Das Spiel: “Zeige mir Dein Kind und ich sage Dir, wie alt Deine Mutter ist” wird nicht funktionieren. Dafür sind die Frauen um die 40 viel zu modern, lebensbejahend und teilweise noch völlig verrückt. Ich muss es ja wissen.
Meine Erfahrung ist auch, dass späte Mütter viel verantwortungsbewußter in der Schwangerschaft sind und trotzdem eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlen. Erfahrungsberichte gibt es z.B. hier und Fotos von späten Promi-Mamas folgen hier:




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