Bundesweiter Hebammenprotest-Hebammen fordern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen
Gestern hat der Deutsche Hebammenverband e.V. einen bundesweiten Protesttag von Hebammen durchgeführt. In meinen Augen ein längst überfälliger Protest, denn viel zu viele Hebammen wollen und können sich mit der täglich größer werdenden schweren Last, die die Hebammentätigkeit mit sich bringt, nicht mehr abfinden. Wer bereits mein Interview mit Hebamme Sabine aufmerksam gelesen hat, wird sich vielleicht schon gefragt haben, wie man das Pensum bewältigen kann, welches von einer Hebamme abverlangt wird.
Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes e.V. sind unter anderem:
- Bessere Bezahlung bei verbesserten Arbeitsbedingungen
- Übernahme der Hebammentätigkeit in das Sozialgesetzbuch
- Höhere Anerkennung der Hebammentätigkeit als “präventiv” und “gesundheitsfördernd”
- Eine sinnvolle gesetzliche Regelung für die Finanzierung der Familienhebammenarbeit
- Eine größere Zahl von Ausbildungsplätzen
Freiberufliche Hebammen haben oft eine 80 Stunden Woche bei einem Netto-Stundenlohn von 7 Euro! Die Krankenkassen machten ein Angebot über 1,54% Gebührenerhöhung, was lächerlicherweise den Stundenlohn um 11 Cent erhöhen würde. Der Hebammenverband fordert eine Erhöhung von 30%, weil erst diese eine Wirkung zeigen würde und das Hebammeneinkommen auf eine solide Grundbasis stellen könne, von der eine Hebamme auch leben könne. All diese Forderungen finde ich nachvollziehbar und unterstütze sie voll und ganz.






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