Ankes Schwangerschaftstagebuch SSW 1-8
Heute erlebt Ihr die Premiere von Ankes Schwangerschaftstagebuch. Kurz Ankes Vorstellung: Ich bin 36 Jahre alt, selbständig und mit meinem vierten Baby schwanger. Mit meinem acht Jahre älteren Mann und unseren drei Kindern lebe ich im Land Brandenburg. Eigentlich war die Familienplanung abgeschlossen, doch auch hier passt wieder der Spruch: Leben ist das, was passiert, während Du andere Pläne machst. So ist Kind Nummer 4 nach dem ersten Schreck Herzlich Willkommen und soll einen besonderen Platz finden.
Und nun kann hier mitgefiebert, mitgezittert, gestaunt und sich mitgefreut werden. Regelmässig werde ich bis zu meiner Entbindung von meiner Schwangerschaft berichten:
Nein-ich bin schwanger (SSW 5 und 6)
Der Januar war wieder ein besonders stressiger Monat, an Arbeit mangelte es nicht und wir planten zum Durchhalten einfach mal schon den nächsten Urlaub. In all dem Trubel ist mir das Fehlen meiner Frauenhasswoche gar nicht aufgefallen, eher das Überspringen einer BH-Größe. Was Frau (und Mann) normalerweise freut, ließ mich mißtrauisch werden. Das kann doch gar nicht sein?! Nein-das kann nicht sein. Die Verhütung hat immer funktioniert. Sie funktionierte nicht, wenn wir es so wollten.
Eines Abends puzzelte ich mit meiner Tochter und plötzlich zog es unangenehm in der Leistengegend-danke, das war deutlich, ich war mir so sicher: Ich bin schwanger! Ganz klar. Aber ich habe doch alle Kindersachen weggegeben, meinen Urlaub geplant und die Zimmer gerecht verteilt. Mein Mann reagierte ebenfalls erschrocken. Wir versuchten die letzten Wochen nachzuvollziehen. Der erste Schwangerschaftsmonat verlief also heimlich wie bei den meisten Frauen und ich war sogar noch mit Freunden aus, ohne zu wissen, dass wir einen kleinen blinden Passagier an Bord hatten. Wir machten uns Vorwürfe, aber das hielt ehrlich gesagt nicht lange an. Jetzt hieß es ruhig Blut und ich machte einen Termin bei meiner Frauenärztin.
Hurra-ich bin schwanger (Woche 7 und 8)
In Woche sieben im zweiten Schwangerschaftsmonat hörte ich dann ganz offiziell ein: Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger!

Könnt Ihr die Fruchthöhle mit dem winzigen Punkt darin sehen? Das ist mein Baby. Anhand des ersten Tages der letzten Regel bei einem regelmässigen Zyklus kann man errechnen, wann der voraussichtliche Entbindungstermin ist. Bei mir ist es der 26. September 2010.
Sofort erinnerte ich mich an meine vorangegangenen Schwangerschaften, auch an die vielen schönen Emotionen-aber auch an die schlechten Dinge. Augenblicklich war mir übel-allerdings vorwiegend nachts und mit meiner Müdigkeit hätte ich ganz Brandenburg einschläfern können. Bitte ein Bett! Mein Körper hatte jetzt die offizielle Erlaubnis, sich schwanger zu fühlen und das tat er auch-gern auch mit unzähligen WC-Besuchen. Als wäre das nicht genug, passten die Hosen nicht mehr, ich hatte schnell einen kleinen Murmelbauch und mein Gewicht bewegte sich bei meinen 1,80 m in furiosem Tempo von der 70 Kilomarke weg. Appetit entwickelte ich vor allem für Mozzarella, Tomaten und Crema de Balsamico-gern ohne Mozzarella.
Als ich dann meinen Mutterpass erhielt, sah mein Baby bereits so aus:

Sorgen machte mir jetzt vor allem die Rhesusfaktor-Unverträglichkeit. Noch hatte ich keine Antikörper gebildet. Eine Prophylaxe hatte ich nach der letzten Entbindung nicht durchführen lassen, da unsere Familienplanung eigentlich abgeschlossen war. Drückt mir die Daumen.
aufgeschrieben von Katrin






2 Kommentare
[...] berichtete im Schwangerschaftstagebuch über Rhesusfaktor-Unverträglichkeit. Immer wieder hört man davon und er macht so mancher [...]
[...] viel Spass hat es mir gemacht, das Schwangerschaftstagebuch von Anke aufzuschreiben. Gesund und munter kam am 21. September fast pünktlich Melvin zur Welt. Es [...]
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